Chlor

Chlor kommt in der Natur nicht in elementarer Form vor. Chlor wird in der Donau Chemie daher großtechnisch im umweltfreundlichen Membranverfahren durch die sogenannte Chloralkali-Elektrolyse einer Natriumchlorid-Lösung gewonnen. Als Kuppelprodukte fallen dabei Natronlauge und Wasserstoff an.


2 NaCl + 2 H2O → 2 NaOH + Cl2 + H2

Bei normalen Druck und normaler Temperatur ist Chlor ein gelbgrünes Gas. Chlorgas ist rund 2 ½-mal so schwer wie Luft und sinkt daher zu Boden. Es brennt selbst nicht, kann aber brennbare Stoffe zur Entzündung bringen.

Chlor findet Verwendung bei der Herstellung von vielen Produkten wie z.B. Bleichmitteln, PVC oder auch Salzsäure. Ebenso wird Chlor in der Trinkwasserdesinfektion oder zur Badewasseraufbereitung in Schwimmbädern eingesetzt.

Flüssigchlor steht in Druckbehältern aus Stahl, Kesselwaggons bis ca. 64 t, Stahlfässern bis ca. 1000 kg und Stahlflaschen zu 50 kg bzw. 65 kg zur Verfügung.

Aber auch Energieeffizienz ist ein Thema wo Chlor einen wichtigen Beitrag leistet. Chlor-Alkali-Chemikalien finden sich in Dämmstoffen, in der Produktion erneuerbarer Energien, in umweltfreundlichen Wärmepumpen und vielem mehr. Die Chloralkaliproduktion ist auch mit der Herstellung von Wasserstoff verbunden, einem wichtigen Energieträger und chemischen Inhaltsstoff für die Zukunft.

Diese chloralkalibasierten Produkte könnten auch bei der Erfüllung der europäischen Nachhaltigkeitsziele im Rahmen des Green Deal eine wichtige Rolle spielen. 






 

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