Donau Chemie

Unternehmensgeschichte

Zukunft braucht Tradition und Innovation


 
1828 Gründungsjahr des ersten Vorfahren unserer Gesellschaft, der Firma Braun und Wagenmann in Liesing (am Rande Wiens). Produziert wird Spiritus, Branntwein und der Farbstoff Rosolio.
1838 Das Unternehmen firmiert nun unter Wagenmann & Seybel und beginnt mit der Produktion von Chemikalien. Die industrielle Chemie ist eine noch junge, aber rasch aufstrebende Wissenschaft.
1842 Im Werk Liesing produziert man im großen Maßstab Schwefelsäure und eine Reihe von anderen wichtigen Chemikalien. Bis zur Jahrhundertwende entwickelt sich das Unternehmen zu einem der bedeutendsten Chemieproduzenten der Monarchie.
1895 Frankreich: Die drei Chemiker Mark Gilliard, Prosper Monnet und Jean-Marie Cartier gründen die Société Chimique des Usines du Rhône, die 1928 zur Rhône-Poulenc Gesellschaft wird.
1897 Ein weiterer Firmenvorläufer der Donau Chemie, die Continentale Gesellschaft für angewandte Elektrizität (Sitz in Basel) plant mehrere Karbidfabriken. Eine davon in Landeck, wo unter Nutzung der Trisanna- und Rosanna- Wasserfälle auch das dafür erforderliche Kraftwerk entsteht.
1902 In Liesing erzeugt man neuerdings auch Zitronensäure. In Landeck beginnt die Karbidproduktion; das betriebseigene Wasserkraftwerk Wiesberg liefert den nötigen Strom.
1908 Der dritte Firmenvorläufer, die Elektrobosna, baut in Brückl (Kärnten) eine Elektrolyseanlage zur Erzeugung von Chlor und Natronlauge.
1917 Das eigentliche Stammhaus der Donau Chemie, die Pulverfabrik Skodawerke-Wetzler AG, wird ins Handelsregister eingetragen. Ihr Werk in Moosbierbaum (Pischelsdorf) liefert nur wenige Monate Munition an das Heer.
1918 Das Werk in Liesing ist von den wichtigen Rohstoffquellen abgeschnitten, der entsprechende Markt ist nicht mehr vorhanden.
1920 Die Aktien der Wagenmann, Seybel & Co. AG werden für 11,5 Millionen Reichsmark von „Skoda-Wetzler“ erworben, die auf friedliche Produkte umgestiegen und an der Verbreiterung ihrer Chemiebasis interessiert ist.
1924 Auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik Moosbierbaum (Pischelsdorf) entsteht eine moderne Schwefelsäure- und eine Superphosphatanlage.
1938 Die drei Unternehmensvorläufer wurden zur Donau Chemie zusammengefasst und in die IG Farben eingegliedert.
1942 Ein „historisches“ Jahr für die Donau Chemie: Der zukünftige Generaldirektor und spätere Eigentümer Alain de Krassny erblickt in Nizza das Licht der Welt.
1945 Der Zweite Weltkrieg endet. Die meisten chemischen Produktionsanlagen sind zerstört, darunter auch Pischelsdorf. Die Donau Chemie steht nun unter öffentlicher Verwaltung. Das Werk Moosbierbaum wird von der SMV, der Sowjetischen Mineralöl Verwaltung, dem Vorgänger der OMV, verwaltet.
1958 Reprivatisierung der Donau Chemie. Aktionäre sind die französische Gruppe Nobugil (Nobel Bozel, Ugine, Progil), die österreichische Montana sowie die Creditanstalt. Karl Kahane, Inhaber der Montana, wird Vorsitzender des Aufsichtsrates. In Landeck wird der neue, geschlossene Lichtbogenofen in Betrieb genommen und die alten, offenen Öfen werden stillgelegt.
1960 Grundsteinlegung für den Wiederaufbau in Pischelsdorf: Außenminister Kreisky, Altbundeskanzler Figl, Donau Chemie-Präsident Kahane, sein Vorgänger Larue und weitere namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik nehmen daran teil. Baustufe 1: Errichtung einer Schwefelsäureanlage.
1962 Der französische Student Alain de Krassny legt unbewusst den Grundstein für seine Karriere bei der Donau Chemie: Er jobbt als Ferialpraktikant im Werk Brückl. In Landeck wird der Bau eines neuen Kalkofens vorbereitet. Die Abgase des Karbidofens sollen erstmalig zum Brennen von Kalkstein eingesetzt werden.
1964 Werk Pischelsdorf: Inbetriebnahme der Granulieranlage zur Herstellung von granulierten Düngemitteln und Errichtung einer modernen Phosphorsäureanlage.
1967 15. September – ein wichtiger Präsentationstag für die Donau Chemie: Der französische Premierminister Georges Pompidou, Bundeskanzler Klaus und weitere hohe Vertreter des österreichischen Staates besichtigen das Werk in Pischelsdorf. Die Produktion von umweltfreundlichen Phosphatdüngern läuft an. In Landeck beginnt ein Langzeitbauprogramm für Umweltschutzeinrichtungen zur Minderung von Staub- und Abgasemissionen.
1972 Alain de Krassny wird in Paris Mitarbeiter des Rhône-Poulenc-Konzerns. Die Donau Chemie erwirbt die Chemo Droga (heute Donauchem). Die Montana verkauft ihre Donau Chemie-Aktien an die französischen Aktionäre.
1973 Dr. Schmidt-Chiari (Creditanstalt) wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der Donau Chemie. In Pischelsdorf werden die Schwefelsäureanlage 2 und eine Gipsplattenproduktion in Betrieb genommen.
1985 Bundespräsident Kirchschläger und Vertreter der Landesregierung nehmen an der 25-Jahre-Jubiläumsfeier im Werk Pischelsdorf teil.
1987 Alain de Krassny wird Vorsitzender des Vorstandes der Donau Chemie AG.
1989 Die Strategien von Rhône-Poulenc und Donau Chemie beginnen sich in verschiedene Richtungen zu entwicklen. Die Forderungen des biologischen Landbaus werden bei der Donau Chemie bereits durch effiziente, aber umweltverträgliche Mineraldünger erfüllt.
1992 Im Werk Brückl werden Anlagen für chlorierte Lösungsmittel stillgelegt und die Eisen-III-Chloridanlage in Betrieb genommen. Der Umstieg von der organischen Chlorchemie auf die anorganische Chlorchemie ist vollzogen. Drei Jahre später erhält die Donau Chemie für ihr vorbildliches Bodensanierungsprogramm im Werk den Umweltschutzpreis des Landes Kärnten.
1997 Ein bedeutendes Jahr – Strukturbereinigung beim Rhone-Poulenc-Konzern: Die bisherigen Hauptaktionäre der DONAU CHEMIE (Rhone-Poulenc und Creditanstalt) stimmen der Übernahme des Unternehmens in Form eines Management-Buy-out zu. Alain de Krassny, alter und neuer Generaldirektor, gründet dafür eine Privatstiftung. Zu diesem Zeitpunkt bestand die DONAU CHEMIE Gruppe aus folgenden Gesellschaften: Donau Chemie AG, Donauchem Österreich, Franz Aigner, DONAUCHEM Slovakia, DONAUCHEM Ungarn, DONAUCHEM Deutschland, DONAU Drew und DONAU Gips.
1998 Verschmelzung DONAUCHEM Österreich & Franz Aigner und Gründung der DONAUCHEM Italien.
1999 Für das weltweit modernste und umweltfreundlichste Produktionsverfahren zur Herstellung von Chlor- und Natronlauge wurden 15 Mio. Euro in eine Membranelektrolyseanlage investiert. Im August hat die DONAU CHEMIE die Errichtung der zweiten Reaktivierungslinie im Werk Pischelsdorf vollendet.
2000 Mit der Akquisition der Lurgi Aktivkohle GmbH in Deutschland und der SIRI S.p.A. in Italien verfügt die DONAU CARBON über ein breites Angebot von Dienstleistungen zur Reinigung von Luft und Wasser. Es umfasst den Bau von Filter-, Lösungsmittelrecycling- und Verbrennungsanlagen sowie die Lieferung, Reaktivierung und Verwertung von Aktivkohle.
2001 In der DONAU CHEMIE Gruppe werden die bestehenden Geschäftsfelder in BUSINESS-UNITS strukturiert. Für die Standorte Liesing, Absam, Lobau und Brückl der DONAUCHEM Österreich wurden 2,3 Mio Euro in Infrastruktureinrichtungen, Tankläger und Abfüllanlagen investiert.
2002 In Polen startet die Erfolgsgeschichte der DONAUCHEM und die Reaktivierungsanlage der DONAU CARBON in Pischelsdorf (NÖ) wurde in Betrieb genommen. Die DONAU CHEMIE Landeck feierte ihr 100-jähriges Bestehen.
2004 Investitionen bei der DONAU CHEMIE in Höhe rund 6 Mio. Euro in eine PAC Anlage in Brückl und in eine Kondensationsturbine in Pischelsdorf.
2005 DONAUCHEM erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an einem bedeutenden Chemiedistributor in der tschechischen Republik und ist damit dem Ziel, ein führender Chemiedistributeur im CEE Raum zu werden, wieder näher gekommen. Die DONAU CHEMIE trennt sich im selben Jahr von ihrer Düngemittelsparte, die in die Gruppe Roullier, einem Weltmarktführer im Bereich landwirtschaftlicher Versorgung, übergeht.
2006 Baubeginn für den neuen, modernen Distributions- und Produktionsstandort der DONAUCHEM auf dem Werksgelände in Pischelsdorf. Gleichzeitiger Ausbau des Standortes Pischelsdorf zum „Industriepark“ durch Ansiedlung der Firma Agrana. Die Arbeiten für die Wiedererrichtung des Kraftwerks Wiesberg in Landeck, welches aufgrund der Hochwasserkatastrophe sehr stark zerstört wurde, beginnen. Das Investitionsvolumen für beide Projekte beträgt mehr als 40 Mio. Euro.
2007 Im April Inbetriebnahme der neuen und modernen Abfüllanlagen zur Herstellung von Consumer Products in Pischelsdorf und gleichzeitiger Baubeginn des Produktionsgebäudes für die Grundchemie der DONAUCHEM. Im Mai erwirbt die DONAUCHEM eine Mehrheitsbeteiligung an der S.C.-ValueChem Romania Srl in Rumänien. Dies ist die fünfte Tochtergesellschaft im CEE-Raum. Die Business-Unit DONAUCHEM wird in zwei regionale Veranwortlichkeiten gesplittet: CEE und Österreich. Im Dezember erwirbt die DONAU CHEMIE die in Oberösterreich angesiedelte Firma Kanol GesmbH & Co KG, welche sich mit der Entwicklung sowie Lohnabfüllung von Reinigungs- und Kosmetikprodukten beschäftigt.
2008 Im Februar wird die vierte Business-Unit DONAU KANOL aktiviert, welche sich ausschließlich mit der Entwicklung und Abfüllung von Consumer Products in Pischelsdorf (NÖ) und Ried im Traunkreis (OÖ) beschäftigt. Im Juni findet die Eröffnungsfeier der neu errichteten Produktionsgebäude der DONAUCHEM und DONAU KANOL im Industriepark Pischelsdorf statt. Im September feiert die DONAU CHEMIE in Brückl ihr 100-jähriges Bestehen.
2009 13 Jahre „neue DONAU CHEMIE“. Der Generaldirektor Dipl.-Ing. Alain de Krassny zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und steht für weitere erfolgreiche Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender an der Seite der DONAU CHEMIE Gruppe. Inbetriebnahme eines neuen Salzsäureofens mit Wärmerückgewinnung in Brückl.
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